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Die Geschichte des E-Bass

Tutmarcs Bass Fiddle

Vorläufer des E-Basses entstammen den 1930er-Jahren und basieren auf zwei Instrumenten: dem damaligen Kontrabass und der (damals neue erfundenen) E-Gitarre. Der erste kommerziell vermarktete E-Bass, viersaitig, mit Bünden ausgestattet und für eine horizontale Spielweise ausgelegt, ist die Electronic Bass Fiddle, Model #736, die ab 1935 von Paul Tutmarcs Firma Audiovox Manufacturing Co. zu einem Listenpreis von $ 65 verkauft wurde. Audiovox hat bis zur Geschäftsaufgabe um das Jahr 1950 etwa 100 Exemplare dieses E-Basses produziert.

 

Fender Musical Instruments Cooperation

Fender Musical Instruments Cooperation

Leo Fender und George Fullerton entwickelten Anfang der 1950er-Jahre die nach Fender benannten E-Gitarren und E-Bässe mit massivem Korpus, auch Solidbody genannt. Leo Fender ist einer der Pioniere in der Geschichte des Gitarrenbaus. Mit dem Aufkommen der ersten E-Gitarre ergab sich allerdings das Problem, dass in damaligen Bands und Orchestern der verwendete Kontrabass hinsichtlich der Lautstärke der elektrisch verstärkten Gitarre unterlegen war.

 

 

Der Fender Precision Bass

 

1951-1953

Der erste E-Bass, welcher in großen Serienproduktionen hergestellt wurde, war 1951 der Fender Precision Bass. Der auch als P-Bass bekannte E-Bass durchlief allerdings einige Entwicklungen, bis er das heutige Aussehen bzw. 'Look & Feel' hatte. Leo Fender und George Fullerton übernahmen das Konzept der Telecaster und lösten nebenbei noch diverse Probleme: Das verlängerte Horn am Korpus half z.B. den E-Bass besser auszubalancieren und eliminierte das Problem der Kopflastigkeit aufgrund des langen Halses. Die erste Serie des Precision Bass, welche zwischen 1951 und 1953 gebaut wurde, hatte einen Eschebody, ein schwarzes Pickguard, einen Telecaster Single-Coil-Tonabnehmer und einen einteiligen Ahornhals. Die Kopfplatte wurde ebenfalls der Telecaster nachempfunden; die Brücken waren sehr simpel mit zwei Saitenreitern (auch Böckchen genannt) ausgestattet, wobei auf einem Saitenreiter jeweils zwei Saiten geführt wurden. In der Anfangszeit waren die Brücken sogar aus Plastik; erst später entschied man sich für Metall als Material.

 

1954-1957

Als 1954 die Stratocaster E-Gitarre vorgestellt wurde, bekam der Precision Bass einige Updates: Das Pickguard wurde einheitlich weiß und das Finish wurde ebenfalls standarisiert: 2-Tone-Sunburst.

 

Fender Sting Precision Bass

Der Sting Signature Precision Bass basiert auf dem 1954-1956 Precision Bass. Aufgrund der Ähnlichkeit zur Telecaster E-Gitarre ist der erste Fender Precision Bass, der Ur-Precision, auch als 'Telecaster-Bass' bekannt.

 

1957-heute

Leo Fender war allerdings nicht zufrieden mit diesem Bass, denn es ergaben sich weitere Kinderkrankheiten, die 1957 mit einem zusätzlichen Update elminiert wurden: Der Pickup erzeugte zuviel Brummstreuung bzw. Nebengeräusche und klang unsauber; aufgrund der sehr einfachen Brücke war das Einstellen der Intonation und damit präzises Spielen mit dem Bass (wie Leo Fender es sich gewünscht hat) nur schwer möglich. Außerdem schien die kleine Kopfplatte, die man von der Telecaster übernommen hatte, verantwortlich zu sein für diverse Dead-Spots im Bereich des 5. Bundes.

 

Fender 1957 Classic Precision Bass

Dies wurde gelöst, indem der Bass eine Brücke bekam, mit dessen Hilfe man diesen sauber intonieren konnte, denn jede Saite war nun einzeln einstellbar. Zusätzlich dazu wurde die Kopfplatte vergrößert und der Bass bekam einen neuen Tonabnehmer, den Split-Coil, heute besser bekannt als P-Pickup. Das Resultat ist der Precision Bass, der sich seit 1957 bis heute als Standard durchgesetzt hat.

 

Fender Standard Precision Bass

Fender Standard Precision Bass, aktuelles Modell

 

Fender Precision Bass 1964

Fender Precision Bass, 1964 mit Pickup-Cover, Bridge nicht Original

 

Der Precision Bass von Fender ist ein passiver E-Bass. Er ist einer der ersten Solidbody-Bässe, der in Serienproduktion gebaut wurde. Leo Fender hatte 1951 die Idee, einen Bass zu produzieren, der nicht nur einfacher als ein Kontrabass zu transportieren sein sollte, sondern auch einfacher zu spielen. Der Name Precision wurde gewählt, weil der Bass wie eine Gitarre mit Bundstäbchen ausgestattet ist und es somit erstmalig möglich war, bei einem E-Bass die gewünschte Tonhöhe genau (präzise) zu treffen, im Gegensatz zum bis dahin ausschließlich verwendeten Kontrabass ohne Bundstäbchen. Der Precision Bass hat 20 Bünde und gilt - zusammen mit dem Fender Jazzbass - auch heute noch als Standard (Precision und Jazz-Bass). Der Precision Bass hat zwei Potentiometer, mit denen der Bassist den Klang des Instruments beeinflussen kann - 1x Volume und 1x Tone. Letzterer wird auch Tone-Regler, Tone-Poti oder Höhenblende genannt. Mit dem Tone-Regler können Höhenanteile im Signal verringert werden.

 

 

Der Fender Jazz Bass

Der Jazz Bass von Fender ist ein passiver E-Bass. Erstmals vorgestellt wurde der Jazz Bass 1960 und sollte damals eine Alternative zum schon fast zehn Jahre alten Fender Precision Bass darstellen. Von diesem unterschied sich der Jazz Bass vor allem in der elektronischen Ausstattung, einem schlankeren Hals und der markanten asymmetrischen Korpusform. War der Precision Bass noch mit einem einzelnen sog. Splitcoil (Tonabnehmer mit zwei getrennten Spulen, die als Humbucker geschaltet sind) ausgestattet und dadurch etwas eingeschränkt in der tonalen Bandbreite, hatte der Jazz Bass nun zwei Singlecoils (zwei einspulige Tonabnehmer), die unabhängig in ihrer Lautstärke geregelt werden konnten. 2x Volume und 1x Tone. Dieses brachte dem Jazz Bass eine gewaltige Variabilität ein, die fast allen musikalischen Stilrichtungen gerecht werden konnte.

Durch diese Allrounder-Eigenschaften und seine leichte Bespielbarkeit lief der Jazz Bass dem Precision Bass bald den Rang als Bass Nr.1 ab. Bis heute sind unzählige, auf dem Jazz Bass basierende Designs auf den Markt gekommen, teils als billigste Kopien, teils als Modernisierungen aus dem eigenen Hause. Einige Modelle sind mit aktiver Elektronik und teils als teure bis teuerste Edelmodelle unabhängiger Manufakturen mit erlesenen Hölzern und ausgewählter Elektronik erhältlich.

Der Jazz-Bass kann heute als der verbreitetste E-Bass überhaupt angesehen werden.

Fender Standard Jazz Bass

Fender Standard Jazz Bass

 

Fender Jazz Bass 1972

Fender Jazz Bass 1972, Body refinished

 

Fender Jazz Bass 1970 - All Original

Fender Jazz Bass 1970 mit Pickup Cover

 

 

Entwicklungen abseits des Standards

Da die Entwicklung allerdings nicht stehenblieb, gibt es heute unzählige Arten von Bassgitarren.

Es gibt zwei wesentliche Trends, die sich herauskristallisiert haben. Einerseits gibt es E-Bässe, die klar auf Tradition ausgerichtet sind (all die Precision- und Jazzbasskopien), andererseits gibt es Instrumente, die neue Sounds durch neue Technologien ermöglichen. Auch gibt es heute nicht mehr nur Viersaitige E-Bässe, sondern auch Fünf- und Sechssaitige, wie auch 12saitige und noch viele mehr. Seid einiger Zeit ist auch ein Trend zu Akustikbässen auszumachen, der erst während der letzten Jahre entstanden ist. In den meisten Fällen besteht ein E-Bass aus einem Korpus und einem Hals.

 

Konstruktion

Je nach Konstruktion sind diese beiden Teile verschraubt, verleimt oder aus einem Stück (durchgehend) gefertigt. Das am meisten verwendete Material ist Holz. Hier bedient man sich unterschiedlichster Kombinationen. Die üblichsten Hölzer für den Korpus sind wohl Ahorn, Esche oder Erle. Der Hals besteht sehr oft aus Ahorn (verschiedenste Arten). Natürlich wurden immer wieder Versuche mit anderen Materialien gemacht, zum Beispiel mit Plexiglas, Aluminium oder Graphit. Letzteres hat sich in dieser Sparte wohl durchgesetzt. Graphit wird vor allem als Halsmaterial eingesetzt. Ein so hergestellter Hals kann sich praktisch nicht verziehen. Es gibt aber auch Bässe, die vollkommen aus Graphit bestehen. Diese Instrumente haben einen neutralen, ausgewogenen Klang, weil Graphit praktisch keine Resonanzen aufweist. Der Klang von Graphit-Bässen war manchen Leuten allerdings zu steril, deshalb flaute dieser Boom in den 80er-Jahren ab.

 

Tonabnahme

Jeder E-Bass benötigt Tonabnehmer, um überhaupt einen Klang produzieren zu können. Es gibt verschiedenste Arten von Tonabnehmern.  Die Tonerzeugung basiert i.d.R. auf Umwandlung von Schwingung eines metallenen Materials in einem Magnetfeld in elektrische Schwingung. Hier gibt es auch mehrere Möglichkeiten von Tonabnehmern: Single-Coils, Humbucker, Double-Coils. Es gibt aber auch Tonabnehmer, die Saitenschwingungen über Vibration in ein elektrisches Signal umsetzten, nämlich die Piezo-Tonabnehmer. Diese Tonabnehmer werden u.a. in Akustik-Bässen benutzt.

 

Saiten

Nicht zu vergessen sind die Saiten eines E-Bass. Diese machen einen wichtigen Teil des heutigen Bass-Sounds aus. Nur durch ausgefeiltere Techniken beim Herstellungsprozess sind genau die brillanten Sounds möglich, die eben heute auch angesagt sind.

 

Fender®, Stratocaster®, Strat®, Jazz-Bass® & American Standard® sind registrierte Warenzeichen von Fender Musical Instruments Corporation.


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