Klinkenstecker, XLR oder Speakon ? - Kabel und Stecker

Kabel und Stecker

Im Proberaum, beim Üben oder auf der Bühne stört kaum etwas mehr als ungewollte Nebengeräusche von defekten Kabel oder Steckverbindungen. Mit ein paar einfachen Hinweisen lassen sich die häufigsten Probleme und evtl. Ausfälle vermeiden.

 

Saubere Kontaktflächen

Steckverbindungen sollten immer sauber sein. Saubere Kontaktflächen sorgen für die beste Signalübertragung zum Effektgerät, Verstärker oder Mischpult.

 

Kabel am Stecker anfassen

Besser ist es, beim Herausziehen des Kabels am Stecker, und nicht am Kabel zu greifen oder zu ziehen. Es können defekte Lötstellen oder sogar Kabelbrüche entstehen, was wiederum zu Geräuschen wie Knistern und Krachen oder sogar Totalausfall führen kann.

 

Klinkenbuchse zu alt?

 

Klingeneingang eines Instruments - Jackplate

 

Nichts ungewöhnliches ist die Abnutzung der Kontakte an der Klinkenbuchse des Instruments. Obwohl man u.U. ein relativ neues Klinkenkabel benutzt, entstehen manchmal Knister- oder Nebengeräusche. Dies vor allem dann, wenn das Kabel an der Buchse leicht bewegt wird z.B. während eines Gigs. U.U. besteht keine feste Verbindung zwischen Klinkenkabel und Klinkenbuchse aufgrund der langfristigen Beanspruchung des Kabel und der Klinkenbuchse. Daher kann es manchmal nötig sein die alte, 'ausgeleierte' Klinkenbuchse am Instrument durch eine neue zu ersetzen.

 

Alte Kabel entsorgen

Stellt man an einem alten Klinkenkabel defekte Lötstellen fest, oder ist das Kabel stark abgenutzt, ist ein neues Kabel sinnvoller, als das die Kontaktflächen des alten Kabels zum zweiten oder dritten Mal gelötet oder repariert werden.

 

Auf Kabel nicht drauftreten, nichts draufstellen

Verstärker oder ähnlich schwere Geräte sollten nicht auf diversen Kabel stehen, dabei können Kabelbrüche entstehen. Drauftreten auf Kabel sollte auch vermieden werden. Desweiteren Kabel nicht auf dem Boden rumliegen lassen - oder wie war das mit der umgefallenen Flasche Wasser nochmal?

 

Zugentlastung am Klinkenkabel

Damit man sich beim (versehentlichen) Drauftreten auf das Klinkenkabel selbiges nicht aus der Klinkenbuchse reißt, gibt es einen uralten, aber recht nützlichen Trick: Bevor das Klinkenkabel in den E-Bass eingesteckt wird, ist es besser, das Kabel erst am Ende des Bass-Gurts am Gurtpin zur Voderseite des Bass zu führen.

 

Zugentlastung am Klinkenkabel eines Fender-Precision-Bass Zugentlastung am Klinkenkabel eines Fender-Jazz-Bass

Zugentlastung an einem Fender-Precision-Bass

(Gurtpin nicht sichtbar) 

Zugentlastung an z.B. einem

Blade-Bass

 

Man baut sich eine kleine Zugentlastung, eine Art Kabelschlaufe, die ein bißchen Spielraum läßt, sollte man mal versehentlich auf das Kabel treten. Da man dann recht schnell merkt, wenn das Kabel unter hohem Zug steht, bleibt das Klinkenkabel im Instrument und wird nicht sofort herausgerissen. Diese kleine Trick ist recht nützlich und hat bei mir schon einige Klinkenbuchsen und Klinkenstecker gerettet.

 

Klinkenkabel

 

Klinkenkabel - 2-polig - Mono

 

Klinkenkabel bzw. Instrumentenkabel (Mono, 2-polig) sind Standard und werden in vielen Bereichen der Musik für Instrumente, Verstärker und Effektgeräte benutzt, um Signale zu verarbeiten. Die Breite des Steckers beträgt 6,35 mm. Dies ist genormt und enstpricht 1/4-Zoll. Der Mono-Stecker führt an der Spitze das Signal; an dem anderen Teil liegt die Abschirmung und Rückleitung ('Masse'). Die Übertragung erfolgt unsymmetrisch.

 

Klinkenstecker - Mono
Sig = Signal
GND = Masse

 

 

XLR-Stecker

XLR ist ein Industriestandard für elektrische Steckverbindungen.

 

XLR-Stecker

XLR-Stecker werden in der dreipoligen Ausführung im Beschallungs- und Tonstudio-Bereich verwendet. Mit dem XLR-Standard wird ein symmetrisches Signal übertragen. Längere XLR-Kabel sind durchaus üblich und bedeuten keine Qualitätseinbußen.

Der Vorteil von XLR-Steckverbindungen ist, das diese verriegelbar und trittsicher ausgeführt sind. Dass Signal wird beim Einstecken nicht – wie bei Klinken-Steckverbindungen – kurzzeitig mit Masse verbunden (sog. galvanische Trennung). Ein weiterer Vorteil gegenüber dem Klinkenstecker liegt darin, dass die Kontaktflächen weitaus weniger stark verschmutzen können, da sie nicht mit anderen Gegenständen oder Hautflächen in Berührung kommen.

Der Klassiker zur Umwandlung unsymmetrischer Signale in symmetrische Signale eines z.B. E-Bass ist die DI-BOX.

 

Was ist eine DI-Box?

 

DI-Box - DI-Box in einem Topteil

 

Die DI-Box (Abkürzung für Direct Injection) hat die Aufgabe, ein hochimpedantes, unsymmetrisches Signal eines Instruments zu symmetrieren und in ein Signal mit niedriger Impedanz umzuwandeln, um längere Kabelwege ohne die Entstehung von Störgeräuschen zu ermöglichen. Die DI-Box elimiert Störungen auf dem Leitungsweg. Dies geschieht mit Hilfe der symmetrischen Signalführung. DI-Boxen werden eingesetzt, wenn ein Signal mit einem unsymmetrischen Ausgang (Klinkenausgang) mit einem Gerät mit einem symmetrischen Eingang (XLR-Stecker) verbunden werden soll.

 

Ein Signal besteht aus dem normalen Signal des Instruments und dem gleichen Signal mit negativen Vorzeichen (zu einem bestimmten Zeitpunkt, z.B. +1V und -1V). Da nur die Differenz der beiden Signale verarbeitet wird, haben die meisten Störungen keinen Einfluß auf das zu übertragene Signal, da Störungen, die von außen auf beide Signale wirken, sich gegenseitig aufheben. DI-Boxen gibt es in passiver und aktiver Ausführung. Desweiteren verfügen auch diverse Bass-Verstärker über einen DI-Out.

 

Groundlift

Zusätzlich zur symmetrischen Signalführung verfügt eine DI-Box über einen kleinen Schalter, den Groundlift. Der Groundlift kann Brummstörungen durch Masseschleifen (genauer: unsaubere Masseführung) vermeiden, indem die Masseverbindung(en) auf Knopfdruck aufgesplittet werden kann. 

 

Speakon-Stecker

 

Speakon-Stecker

 

Speakon bezeichnet Steckverbinder der Firma Neutrik, die für die Verkabelung eines z.B. Stack (Topteil und Box) benutzt werden können, je nachdem ob die einzelnen Komponenten über diese Anschlussmöglichkeit verfügen. Speakon-Stecker haben eine höhere Robustheit, höhere Belastbarkeit und eine sichere Verriegelung. Auch ist die Kontaktfläche im Vergleich zu XLR höher und es können somit Leistungen im Kilowatt-Bereich übertragen werden.

Bass-News:

08.07.2017 - Sommerfest bei K.Bass & Guitars und Rheingold-Music!

Besucht Knut Reiter in seiner Werkstatt und erlebt von Hand hergestellte Instrumente hautnah!



09.09.2017 - Das 11. Dresdner Drum & Bass Festival kommt!

In gewohnter Atmosphäre werden in puncto Programmfülle und Abwechslung wieder Rhythmus-Träume wahr!



07. - 09.07.2017 - Das erste Bulletgroove “BASS CAMP”!

Drei Tage dauerndes Wochenend-Camp voll geballter Bass-Power-Workshops in Weimar!