Das Gehör des Musikers und der Tinnitus

"Hier ist die Tinnitusklinik Bad Godesberg! Sprechen Sie nach den Piep!"

 

Was ist Tinnitus?

Der Tinnitus ist eine akustische Wahrnehmung des Menschen, die zusätzlich zum Schall, der auf das Ohr wirkt, wahrgenommen wird. Diese Wahrnehmung beruht auf einer Störung der Hörfunktion des Menschen. Tinnitus haben - das heißt: Töne hören, die in Wirklichkeit nicht da sind! Man fasst unter anderem folgende akustische Eindrücke unter dem Begriff Tinnitus zusammen:

  • ein oder mehrere Brumm- oder Pfeiftöne
  • Zischen, Rauschen, Donnern
  • Zwitschern, Stimmengewirr

 

Das Innenohr

Bild: Der Hörvorgang von Ohrmuschel bis Hörnerv

 

Der Schall (Musik, Stimmen, Geräusche) wird von der Ohrmuschel (1) wie ein Trichter aufgefangen und über den Gehörgang (2) zum Trommelfell (3) weitergeleitet. Von dort werden die Schwingungen über die drei Gehörknöchelchen Hammer, Amboss und Steigbügel (4) verstärkt und auf das ovale Fenster (5) übertragen. Dahinter liegt die mit Flüssigkeit gefüllte etwa erbsengroße Hörschnecke (6), das eigentlichen Hörorgan, mit ihren rund 25.000 Helfern, den Haarsinneszellen. Ihre feinen Sinneshärchen werden durch die ankommenden Schwingungen gebogen und selbst zu Schwingungen angeregt, wobei die mechanischen Reize in biochemische Nervenimpulse umgewandelt werden. Über den Hörnerv (7) gelangen die Nervensignale in das Gehirn. Dort werden sie verarbeitet und z.B. als Melodie, Gefahrensignal oder Stimme erkannt.

 

 

Ursachen des Tinnitus

Das Geräusch entsteht aufgrund unterschiedlicher Störungen innerhalb der Hörbahn. Schmalzpfropfen, Furunkel und andere Entzündungen des äußeren Gehörgangs oder der Ohrmuschel können die Schallübertragung verändern. Im Mittelohr können chronische Mittelohrentzündungen, Paukenergüsse, Belüftungsstörungen oder entzündliche Umbauprozesse der Gehörknöchelchen Tinnitus-Auslöser sein. Im Innenohr der Schnecke können die empfindlichen Haarsinneszellen durch Lärm Schaden erleiden und sogar abreißen. Auch virale Gifte, Sauerstoffmangel und (selten) Durchblutungsstörungen können die Haarsinneszellen schädigen. Auch dem Gehirn können können durch Gehörschäden akustische Signale fehlen - dies führt dazu, das irritierte Nervenzellen Störtöne erzeugen - den Tinnitus.

 

 

Was sind Hörstörungen?

Unterschieden wird zwischen Altersschwerhörigkeit und Lärmschwerhörigkeit bzw. Freizeitschwerhörigkeit. Letzteres greife ich hier auf, da sie durch eine nicht wieder umkehrbare Zerstörung der Hörsinneszellen im Innenohr entsteht. Dies ist meist ein schleichender Prozess, welcher erst nach einigen Jahren bemerkt wird. Häufige Disco- und Rockkonzertbesuche, lang andauerndes, zu lautes Musikhören zu Hause, zu laute Musik im Proberaum und auch laute Knalle rufen irreparable Hörschäden durch Zerstörung der Sinneszellen hervor. Der Hörverlust bei Lärmschwerhörigkeit beginnt häufig bei den Frequenzen um 4.000 Hertz. Oberhalb und unterhalb dieses Bereiches bleibt das Gehör zunächst normal. Auch das Sprachverständnis ist vorerst, außer beim Flüstern, nicht beeinträchtigt. Doch die Entwicklung bleibt bei weiterer Lärmschädigung nicht stehen: Immer mehr Frequenzbereiche fallen aus und die Verständigung wird zunehmend schwieriger.

 

 

Auswirkungen auf das menschliche Gehör

Lautstärke wird gemessen in Dezibel (Abk.: dB). Um einen Eindruck zu bekommen, wieviel dB auf unser Bassistengehör wirken (bzw. besser nicht wirken sollten) zeigt folgende Tabelle:

 

Beispiel

dB(A)-Wert

Warnehmung/Auswirkung

 Düsenflugzeug

 130dB(A)

Gehörschädigung auch nach kurzer Einwirkung

 Presslufthammer

 120dB(A)

 SEHR SCHMERZHAFT

 Rockband, Disco

 110dB(A)

SCHMERZHAFT

 frisiertes Fahrzeug

 100dB(A)

 UNERTRÄGLICH

 Kreissäge

 90dB(A)

 UNERTRÄGLICH

 Hochbelastete Autobahn, tags

 80dB(A)

 Gehörschädigung ab 85dB

 Hauptverkehrsstraße, tags

 70dB(A)

 Kreislauferkrankungen

 Hauptverkehrsstraße, nachts

 60dB(A)

 SEHR LAUT

 Ruhige Wohnstraße, tags

 50dB(A)

 Kommunikationsstörungen

 Ruhige Wohnstraße, nachts

 40dB(A)

 Lern- und Konzentrationsstörungen

 Tickender Wecker

 30dB(A)

 Schlafstörungen

 Blätterrauschen

 20dB(A)

 Leise

 Normales Atmen

 10dB(A)

 Sehr leise

 Null

 0dB(A)

 Ruhig bis 1dB(A)

 

 

Wie schützt man das Gehör?

Vor hohen Schallpegeln sollten die Ohren geschützt werden, denn sie sind immer auf Empfang, auch nachts. Der wichtigste Tipp zuerst: Hört selbst in Euch hinein und achtet auf die Signale Eures Körpers! Ohrensausen oder Taubheitsgefühle sind ein deutliches Signal der Ohren, dass die Lautstärke zu hoch ist (oder am Abend zuvor zu hoch war). Der Hörverlust ist abhängig von der Lautstärke und der Hördauer, daher sollte man beachten: Je lauter man Musik hört, desto kürzer ist die Zeitspanne, in der man sie hören kann OHNE einen Hörschaden zu riskieren.

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