Traumbass zusammengestellt?

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Das Urheberrecht des Musikers

Inhalt:

1. Sind meine Songs geschützt?

2. Ab wann sind meine Songs geschützt?

3. Wie schütze ich meine Songs in der Praxis?

4. Wie verteidige ich mein Urheberrecht ?

5. Kann ich mein Urheberrecht verlieren / verkaufen?

6. Kann die Plattenfirma die Songs von meinem Demo-Tape klauen?

7. Ist die Plattenfirma seriös?

 

 

1. Sind meine Songs geschützt?

§ 1) Die Urheber von Werken der Literatur, Wissenschaft, und Kunst genießen für ihre Werke Schutz nach Maßgabe des Gesetzes.

§ 2 I) Zu den geschützten Werken der Literatur, Wissenschaft und Kunst gehören insbesondere:
( ... )
2. Werke der Musik.

§ 2 II) Werke im Sinne dieses Gesetzes sind nur persönliche geistige Schöpfungen.
Das Komponieren von Liedern, Songs, Grooves oder wie auch immer ist urheberrechtlich geschützt. Und zwar ohne irgendeinen zusätzlichen Akt des Künstlers. Es muss nichts angemeldet werden, schon gar nicht bei der GEMA.

Was ist eine persönliche geistige Schöpfung?
Eine persönliche geistige Schöpfung liegt vor, wenn das Werk auf einer menschlich-gestalterischen Tätigkeit des Urhebers beruht. Der menschliche Geist muss individuell im Werk zum Ausdruck kommen. Klingt abgedreht, ist aber eine nützliche Definition von dem, was den Künstler vom Handwerker oder Erfinder / Ingenieur unterscheidet.

Der Erfinder findet etwas, was schon da war, der Urheber schöpft etwas aus sich heraus.

Beispiel: Niemand hat das Rad aus sich geschöpft, sondern irgendwer ist auf die Idee gekommen, dass das Rad nützlich ist. Es war aber vorher schon da, zumindest theoretisch. Einsteins Relativitätstheorie gab es seit dem Urknall, er hat sie lediglich als erster erkannt. Die Relativitätstheorie war auch praktisch immer schon vorhanden.

Alopbabeluba, alob bam bum war bis zu seiner Schöpfung nicht vorhanden, auch theoretisch nicht. Little Richard hat es nicht gefunden, sondern aus sich heraus geschöpft, (vielmehr geschrien). Es kam einfach aus ihm heraus. Es war individuell, weil so etwas vor ihm keiner geschrien hatte.

Diese Definition gilt für jede menschliche Betätigung, der Urheberrechtsschutz geht sehr weit. Auch Vertragstexte sind urheberrechtlich geschützt!

Werke der Musik sind alle persönlichen geistigen Schöpfungen, die sich der Töne als Ausdrucksmittel bedienen.

Diese Definition ist sehr wichtig und keinesfalls banal. Denn die Komposition ist immer schon geschützt, wenn sie da ist. Sobald das Lied zum erstenmal erklingt, ist es urheberrechtlich geschützt. Es muss nur in einer Form seinen Ausdruck gefunden haben. Vollendet braucht es nicht zu sein, doch muss es schon erkennbar sein; es muss so weit fortgeschritten sein, dass es den individuellen Geist auszudrücken vermag.

Beispiel: Die ersten 4 Takte von "Smoke on the water" reichen wohl aus, den individuellen Geist von Richie Blackmore auszudrücken, egal ob sich nun drei Strophen oder noch zwei Soli anschließen.

Das Musikwerk braucht weder verkörpert (Tonträger) noch gar veröffentlicht (Plattenfirma) worden zu sein, um den Schutz des Gesetzes zu genießen.

Sogar die Improvisation ist urheberrechtlich geschützt.

Wichtig ist für musikalische Werke die Individualität.

Dieses Kriterium führt entscheidend zum urheberrechtlichen Schutz. Durch die Individualität unterscheidet sich die Tonfolge von der nicht geschützten bloßen Aneinanderreihung von Tönen.

Beispiel: Das Abrufen eines gespeicherten Sambarhythmusses auf der Heimorgel ist nicht geschützt, da nicht individuell. Die Töne g, b, c als Viertelnoten gespielt, sind nichts weiter als die ersten drei Töne der Bluestonleiter und so individuell wie eine Coladose. Aus Ihnen wird aber schnell g, b, c,- g, b, cis, c, und wenn man dann das letzte cis und c noch als Achtelnoten spielt, wird es langsam individuell.


 

2. Ab wann sind meine Songs geschützt?

Wie oben schon erwähnt, sind Kompositionen geschützt, wenn sie eine Form angenommen haben, dass heißt, indem sie der Wahrnehmung durch die menschlichen Sinne zugänglich geworden sind.

Beispiel: Wird im Proberaum improvisiert und die Freundin tut sich das an, so ist die Komposition sinnlich wahrnehmbar geworden und urheberrechtlich geschützt.

 

 

3. Wie schütze ich meine Songs in der Praxis?

Wie oben gezeigt, sind Songs grundsätzlich geschützt. Wie beweist man aber vor Gericht, dass ein Song geklaut wurde?

 

Die Tape-zum-Notar-Methode geht natürlich, ist aber kostspielig, weil der Notar oder Anwalt nicht umsonst arbeitet. Eine andere alte Methode ist, sich sein eigenes Demo-Tape per Einschreiben zuzuschicken und dann natürlich geschlossen zu lassen. Im übrigen müssen im Streitfall Bekannte, Freunde oder auch bloß Konzertbesucher ermittelt werden, welche die Aussage machen können, dass der streitige Song von der Band XY schon seit Jahren gespielt wird. Dies ist aber sicher die unsicherste Methode. Rechtsstreitigkeiten auf dieser Ebene sind wegen aller Schwierigkeiten und einer nur schwer nachweisbaren Schadenshöhe auch sehr selten.

An dieser Stelle sei erwähnt, dass der Ideenklau von Plattenfirmen in der Praxis sehr selten ist. Ist die Plattenfirma von einem Demo-Tape angetan, so wird sie in jedem Fall mit dem Künstler selbst in Kontakt treten, schon in der Hoffnung, dass dieser noch einiges mehr zu bieten hat.

Gewichtiger ist da schon die Gefahr, dass andere "befreundete" Bands Songideen klauen. Ein Demo-Tape wird ja gerne an alle möglichen Leute verschickt und die Auflage geht schnell in die Hunderte, da ist die Kontrolle, wer ein Demo-Tape letztendlich bekommen hat, nicht mehr gegeben.

Hier helfen die oben genannten Methoden sicherlich. Sehr Vorsichtige können ja auch einen entsprechenden Vermerk auf dem Demo-Tape anbringen.

 

4. Wie verteidige ich mein Urheberrecht?

Der Urheber kann von dem, der sein Urheberrecht verletzt, verlangen, dass dieser das unterlässt. Er hat einen Unterlassungsanspruch aus § 97 UrhG.

Darüber hinaus kann der Urheber den Schaden geltend machen, der ihm durch die Verletzung entstanden ist. Der Verletzte kann die übliche Vergütung für seine Lizenzen verlangen und so an der rechtswidrigen Verwertung mitverdienen. Er kann auch die Herausgabe des Gewinns verlangen.

Dieser Anspruch verjährt nach drei Jahren.

Daneben besteht ein Anspruch auf Herausgabe der Bereicherung. Dieser verjährt erst nach 30 Jahren!

Zusätzlich hat der Verletzte noch einen Anspruch auf Auskunft und Rechnungslegung und einige Verletzungshandlungen sind sogar strafbar.

 

5. Kann ich mein Urheberrecht verlieren / verkaufen?

Nein.

Man kann nur Rechte an einem Werk abgegeben oder veräußern, niemals aber das Werk und damit das Urheberrecht daran selbst. Grundsätzlich ist also der Urheber Inhaber aller Rechte an seinem Lied. Dies beinhaltet das Veröffentlichungsrecht, das Verbreitungsrecht und das Vervielfältigungsrecht.

Diese Rechte nennt man Verwertungsrechte. Auch diese sind nicht übertragbar. Übertragbar sind nur Nutzungsrechte an den Verwertungsrechten.

Beispiel: Der Komponist ohne Plattenvertrag kann selbstständig entscheiden, ob ein Song auf CD veröffentlicht wird. Er kann aber auch einem Anderen das Recht einräumen, genau diesen Song zu veröffentlichen, z.B. auf einem Sampler.

Hier ist streng zu unterscheiden, zwischen der grundsätzlichen Entscheidung des Urhebers über die Veröffentlichung einerseits (Verwertungsrecht) und andererseits die Befugnis ( Nutzungsrecht ) den Song auf einem Sampler tatsächlich zu veröffentlichen.

Wichtig ist dabei, dass ein Nutzungsrecht einfach oder ausschließlich vereinbart werden kann.

Beispiel: Hat der Urheber dem Produzenten des Samplers ein einfaches Nutzungsrecht eingeräumt, so kann der Urheber den Song noch an beliebige Dritte zur Veröffentlichung weitergeben, also auch Dritten ein Nutzungsrecht einräumen.

 

Ist ein ausschließliches Nutzungsrecht vereinbart, so kann der Nutzungsrechtsinhaber sogar dem Urheber verbieten, den Song zu veröffentlichen.

 

6. Kann die Plattenfirma die Songs von meinem Demo-Tape klauen?

Nach allem oben Gesagten natürlich nicht. Mit dem Anbieten eines Demo-Tapes werden der Plattenfirma keinerlei Nutzungsrechte eingeräumt. Das Verschicken von Demo-Tapes ist lediglich ein Angebot, Vertragsverhandlungen aufzunehmen, um evtl. später Nutzungsrechte zu übertragen.



Der Plattenvertrag

7. Ist die Plattenfirma seriös?

Vor Abschluss eines Plattenvertrages sollte man unbedingt zum Anwalt gehen, damit dieser die Verträge in Ruhe überprüfen kann. Ist die Plattenfirma seriös, wird sie die Verträge hierfür zur Verfügung stellen oder den Gang zum Anwalt von selbst empfehlen. Die Plattenfirma hat nämlich garantiert einen Anwalt.

Verträge auf der Motorhaube nach einem Konzert sind grundsätzlich unseriös.

Ansonsten gilt es, so viele Erkundigungen über die in Frage kommende Firma wie möglich einzuholen. Musikervereine- oder kooperativen sind hilfreich.

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