Richtig üben - E-Bass lernen ohne Stress

Wenn man als Bassist anfängt, wird man schnell feststellen, das es mehrere Arten des Übens gibt. Je nach eigener Persönlichkeit ist das Üben stark von der eigenen Laune und der Motivation abhängig. Es geht beim Üben immer um das Wie, Wo und Wann. Als Anfänger ist man mit viel Begeisterung dabei und versucht daher möglichst viel an Informationen aufzusaugen. Diese holt man sich meist aus Büchern oder Videos, aus der eigenen Band, aber auch von Livekonzerten oder z.B. in der Musikschule oder beim Privatunterricht.

 

Nach einiger Zeit merkt man allerdings, das die Hände und die Finger wehtun, und nicht so wollen wie man selber gern möchte. An den Fingernkuppen bilden sich die ersten Blasen, man kann den Kugelschreiber und die Tastatur nicht mehr vernünftig anfassen und man stellt sich die Frage: "Ich spiele jetzt schon 4 Wochen und weiss immer noch nicht so richtig wie das geht! Ich komme nicht weiter!"

An diesem Punkt angelangt entscheidet sich nicht selten, ob man weitermacht E-Bass zu lernen oder ob man aufhört.

Der E-Bass ist in der Anfangszeit ein schwierig zu erlernendes Instrument. Es vergehen recht viele Tage, an denen die Finger wehtun, man könnte desöfteren denken:"Warum ist das so schwer? Warum bekomme ich meine Finger nicht auseinander? Warum kann der das so gut und ich nicht? Mache ich etwas falsch?"

Der unangenehmste und schwerste Weg ist immer der Weg zum Erfolg!

 

Das mag zwar ein Widerspruch sein, aber je mehr man sich selbst motiviert und sich auf das Üben mit dem Instrument freut, desto mehr lernt man. Die Entscheidung ob geübt wird findet im Kopf statt - nicht in den Händen.

 

 

Wie, Wann, und Wo üben?

 

 

Wie

Die Übungsstunde konzentriert, ohne Hektik und Stress anfangen. Das, was geübt wird, sollte nicht zu leicht und auch nicht zu schwer sein. Es sollte nicht langweilig werden, denn dann verliert man schnell den Spaß daran. Einfacher gesagt als getan.

 

Wann

Es gibt Tage an denen ich meinen Bass in die Hände nehme und nach 2 Minuten feststelle: "Das wird nichts!". Dann stelle ich ihn in die Ecke und fange später nochmal an. Versucht eine Möglichkeit zu finden täglich eine bestimmte Zeit in den E-Bass zu investieren. Dies kann 1h oder sogar mehr sein, oder nur 20 Minuten. Morgens, Mittags oder Abends. Wichtig ist: Regelmäßig! Täglich 30 Minuten üben ist effektiver als einmal pro Woche 4h.

 

grooveMONSTER.de - Ueben

 

Wo

Am besten übt man in einer ruhigen Umgebung. Keiner stört, die Glotze aus. Wenn man keine Rücksicht auf Nachbarn nehmen muss: umso besser!

 

Es gibt viele Möglichkeiten um zu üben, hier ein paar Beispiele:

  • Allein
  • Mit dem Drummer
  • Mit dem Metronom
  • Durch Zuhören
  • Durch Zuschauen
  • Durch Lesen
  • Durch Self-Recording

 

Die richtige Übungsumgebung

Egal wo man übt: Man sollte mit ein paar Handgriffen in der Lage sein spielbereit zu sein. Nicht erst Bass auspacken, Combo einschalten, Kabel entwirren, die CD oder das Buch suchen, Kippe anmachen, am Equalizer rumspielen....denn dann ist die plötzliche Eingebung schnell wieder weg!

 

Aufstehen - Bass nehmen - Anfangen

 

 

Wann kommen die eigenen Fortschritte?

Fortschritte machen möchte jeder und dies in einer möglichst kurzen Zeit. Grundlagen in Bezug auf diverse Spieltechniken oder das eigene Equipment sind, abhängig von Motivation, Neugier, Eifer und dem eigenen Antrieb etwas lernen zu wollen, relativ schnell erlernt - nun gilt es diese Grundlagen zu verfeinern und sich eine Basis zu schaffen, auf der aufgebaut werden kann. Dies bedeutet nicht nur, das man sich die erlernten Grundlagen immer wieder vor Augen führt, diese kontrolliert und kontinuierlich verbessert - es bedeutet auch, das man immer weiter in diese Themen vordringt und sich damit seine eigene Basis verbessert.

Das Erlernen von Spieltechniken oder theoretischen Grundlagen in der Harmonielehre, das tägliche Bassspielen zuhause oder im Proberaum ist ein ständiges Back to the Roots. Auch Profis sitzen abends zuhause mit ihrem Instrument und feilen an den Feinheiten der eigenen Anschlagstechnik, der eigenen Basis - und gehen damit immer wieder an die eigenen Wurzeln zurück um sich zu verbessern. Ich wurde mal gefragt: "Ich spiele nun schon 5 Jahre Bass - aber je länger ich spiele, desto komplizierter wird das alles! Warum?"

 

Die Lernkurve

 

Lernkurve - http://www.groovemonster.de

 

Anfänger lernen in Relation zur Zeit viel. Fortgeschrittene haben bereits Erfahrung und können auf eine Basis zurückgreifen. Der Grat, etwas zu lernen ist bei Anfängern also ungleich höher als bei Fortgeschrittenen. Dies ist ein normaler Prozess und es liegt an jedem selbst, sich mehr oder weniger intensiv mit einem Thema zu beschäftigen - je länger man Bass spielt und übt, desto mehr Aufwand und Motivation sollte man entwicklen können, damit sich das Üben nicht "festfährt" und u.U. somit ein Fortschritt nicht mehr möglich ist.

 

Fehlt die Motivation oder u.U. der Lernwille, führt dies leider desöfteren zu der Erkenntnis: "Ich komme nicht mehr weiter!" und kann Frustration o.ä. Reaktionen hervorrufen - ein Punkt, den man versuchen sollte zu meiden.

 

Das Motivationsloch

...und wie man wieder rauskrabbelt. Im Prinzip ist ein Motivationsloch der klassische Durchhänger. Man hat einfach keine Lust. Anstatt jetzt auf sich selbst rumzuhacken und rumzujammern, sollte man in erster Linie nett zu sich selbst sein und eine Pause einlegen - wobei diese Pause nicht dazu genutzt werden sollte in Selbstmitleid zu versinken.

 

Ein guter Schritt in die richtige Richtung ist die bewusste Entscheidung eine Pause zu brauchen und diese dann auch zu machen. Jeder hat eine andere Vorgehensweise, ein anderes Ritual, Pausen zu machen - auf dem Sofa rumliegen und gar nichts tun, Musik hören, etc. - kurz: die Seele "baumeln lassen" - der erste Schritt aus dem Motivationsloch und ein guter Anfang die leere Batterie wieder aufzuladen. Oft wird versucht 1000 Sachen mit einem Schlag zu erschlagen - der Erfolg ist aber recht bescheiden, da eine Menge Hektik und Stress aufkommen können - und wer stresst sich schon gern selbst ?

 

Demotivation - das Warum überprüfen und so klein wie möglich halten, wenn möglich ganz abschalten
Gewinn - sich auf das Positive konzentrieren
Realistisch sein - Ziele und evtl. Zeitpläne erreichbar, bzw. einhaltbar gestalten
Konkretisieren - Themen, an denen gearbeitet wird, greifbar machen
Fortschritte sichtbar machen - Zwischenerfolge feiern!
Mit Freude dranbleiben - niemals etwas erzwingen!

Bass-News:

05.12.2015 - CMS lädt ein zur Weihnachtsfeier!

Von 11:00 - 17:00 Uhr vereinen sich musikalische Welten - Lars Lehmann & Ralf Gauck – zwei Bassisten, die nicht unterschiedlicher sein könnten!



37. Jazzfestival Neuwied am 7. und 8. November 2014!

Mit Stanley Clarke und Billy Cobham haben sich hochkarätige Musiker angesagt!



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