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Jetzt erzählt er uns wie ich meinen Bass saubermachen soll? Nein, nicht wirklich. Aber ich hätte den Titel auch "Der Bass - Aufzucht und Hege" nennen können, denn wer holt schon gerne einen schmuddeligen Bass aus der Tasche? Es geht nicht nur darum, das uns das Instrument anglänzt und wir das Gefühl haben ein sauberes Instrument in der Hand zu haben, sondern schlicht um den Werterhalt.
Gut erhaltene und gut gepflegte E-Bässe verlieren nicht an Wert, manchmal steigt dieser sogar. |
Natürlich kommt es auf das Modell an, ein 79,90€-LowCost-Bass wird nach ein paar Jahren im Wiederverkauf wahrscheinlich gar nichts bringen. Meist verzieren sie lieber als nette Erinnerungs-Deko die Kellerwand. Für einen 68'er Fender-Jazz-Bass im Top-Zustand und ohne elektronische Veränderungen muss beim Musikalien-Händler allerdings schon ordentlich Geld auf die Theke gelegt werden...aber mal ehrlich: Wer würde den verkaufen? Aber zurück zum Thema...
Auswahl des Pflegemittels
Bevor man losrennt und sich irgendein Pflegemittel kauft, sollte man wissen welches für den Bass das Richtige ist. Hat der Bass ein lackiertes Griffbrett bzw. einen lackierten Body oder sind Griffbrett und Body unbehandelt?
Lemon-Oil
Für nicht lackierte Griffbretter wie z.B. Rosewood oder Ebenholz ist der Standard Lemon Oil.
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Sämtliche Arten von Schmutz- bzw. Schweissreste entfernt Lemon Oil zuverlässig. Austrockung und Rissbildung wird dadurch verhindert. Die Holzporen werden durch das Öl versiegelt und nehmen nicht mehr so schnell Luft- und Schweißfeuchte auf. Etwas Vorsicht sollte bei der Sache allerdings dabei sein, ein paar Tropfen in einem weichen Lappen reichen für das komplette (unlackierte) Griffbrett locker aus. Ist nettes Gebräu, aber nix für Kinderhände....also Beipackzettel lesen. Für lackierte Griffbretter (z.B. Maple) benutze ich geringe Mengen handelsüblicher Lackreiniger. Vorher sollte man sich vergewissern, das das Griffbrett keine Macken aufweist, es könnten Flecken entstehen. Den Reiniger auf das Griffbrett auftragen, der ähnlich wie das Öl Schmutzreste löst und nach kurzer Einwirkzeit wieder mit einem weichem Tuch abpolieren. Auch hier heißt es: Weniger ist mehr! |
Wachs
Der unbehandelte, nicht lackierte Korpus eines z.B. Warwick-Basses wird gewachst.
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Es handelt sich dabei um einen speziellen Wachs zum Versiegeln nicht lackierter Hölzer. Das Wachs wird mit Hilfe eines weichen Lappens aufgetragen und nach etwa zwei bis drei Minuten blankpoliert. Bei maßvollem Auftrag und guter Polierarbeit klebt’s dann auch nicht. |
Guitar-Polish
Für lackierte Korpusse wird in den meisten Fällen Guitar-Polish benutzt.
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Dieses Poliermittel ist geeignet für alle lackierten Holzoberflächen an Bass oder Gitarre. |
Microfasertücher
Die Saiten können mit einem trockenen Microfasertuch gereinigt werden, optimalerweise nach Proben oder nach einem Gig, dies verhindert 'gammeln' der Saiten und trägt auch etwas zur Haltbarkeit der Saiten bei. Mit dem Microfasertuch können auch diverse Verunreinigungen an der Hardware des Bass entfernt werden.
Elektronik
Diverse Reinigungsmittel von der Elektronik des Basses (von den Pickups und dem Elektronikfach) fernhalten. Hat man mehrere Bässe unterschiedlicher Bauart, sollte es nicht passieren das man schon benutzte Microfasertücher oder Lappen versehentlich vertauscht, schliesslich sind diese ja schon mit diversen Chemikalien behandelt.
Andere Plegemittel
Pflegemittel (wie oben erwähnt) abhängig vom Finish des Basses wählen. Auto- und Möbelpolituren bitte nicht verwenden. Man kann nie sicher sagen, was wo drin ist und ich denke, dass Autopolituren u.U. zu aggressiv sind. Feuchtigkeit ist dem Bass sein Tod! Eine gute Gelegenheit den Bass gründlich zu säubern ist der Saitenwechsel, denn besonders im Bereich der Pickups, der Bridge und an den Bundstäbchen sammelt sich mit der Zeit eine Menge Schmutz, den man erst bei genauerem Hinsehen findet. Dies sind i.d.R. Hautreste, Staub, Verunreinigungen vom Handschweiß und evtl. mit den Jahren ansetzendes Patina.

