| Ein Ton besteht aus dem Grundton und aus Obertönen. Diese Obertöne werden Flageolett genannt und können hörbar gemacht werden. Der Bass eignet sich besonders gut um Flageolett zu spielen, da sie am besten klingen, bzw. am besten hörbar sind. Das Zusammenklingen der Obertöne mit dem Grundton erzeugt den Klang des auf dem Griffbrett angeschlagenen Tons. Man könnte auch sagen: Wenn man spielt, sind in den Tönen die Obertöne schon drin, man hört sie nur nicht weil unser Gehirn Grundton und Obertöne automatisch zusammensetzt. Mit ein bißchen Übung ist es gar nicht so schwer dem E-Bass Obertöne zu entlocken. |
Um Flageolett bzw. Obertöne auf dem E-Bass zu spielen braucht man zwei Informationen:
- die richtige Position (Wo befindet sich der Flageolett?)
- das richtige Anschlagen des Obertons.
Der Finger liegt leicht auf der Saite (in diesem Fall genau über den Bundstäbchen des 5. Bundes), aber nicht so fest das die Saite das Griffbrett berührt.
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Oberton anschlagen Platzierung des Fingers |
Übung:
Flageolett entstehen, wenn man z.B. die Saite genau auf der Hälfte (12.Bund), einem Drittel (7.Bund), und einem Viertel (5.Bund) ihrer Länge spielt. Nehmt Euren Bass und legt (genau wie auf dem Foto) den Finger an die Saite und schlagt die Saite an. Ertönt ein glockiger, singender, schwebender Ton wurde der Flageolett getroffen.
Jeder Flageolett ist ein sog. Schwingungsknotenpunkt. Um das zu verstehen, muss man einen Flageolett anspielen, die linke Hand von Griffbrett nehmen und (während dieser noch klingt) den Finger nochmals langsam an exakt die gleiche Position legen. Na, wem fällt's auf ?
Natürlich ist es möglich, einen Oberton anzuschlagen und dabei einfach sein Stimmgerät anzulassen, um zu prüfen, welcher Oberton gespielt wurde. Als Unterstützung dazu eine Übersicht über die Obertöne vom zweiten bis zum zwölften Bund. Die schwarzen Dots markieren nicht nur den Oberton auf dem Griffbrett des E-Basses. Wer genauer hinschaut erkennt auch einige Obertöne, die nicht genau auf bzw. über dem Bundstäbchen angeschlagen werden.

Das Wort Flageolett kommt aus dem französischen - ausgesprochen wird es "Flascholé" ...zumindest ungefähr.
Noch was physikalisch-mathematisches:
- Die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde nennt man Frequenz. Sie wird angegeben in Hertz (Hz).
- 1 Hz = 1 Schwingung pro Sekunde.
- Unser Ohr kann max. 10 Oktaven hören.
- Der Mensch hört ~ zwischen 20 Hz und 20 kHz.
- Delphine hören bis 200 (!) kHz, Elefanten sind in der Lage rhythmische Schwingungen ab 4 Hz wahrzunehmen.
- Die Obertöne zu einem Ton können berechnet werden. Man multipliziert die Frequenz des Grundtons mit 2, 3, 4, 5, usw. und erhält so die Frequenzen des 1., 2., 3., 4. usw. Flageoletts.
